Armdrücken / Tokaio Hotel.

Im Zuge meiner Recherchen für die Facebook-Seite Bohlweg-Zeiten – die 80ger Jahre in Braunschweig durchforstete ich heute ein wenig meine Fotokiste – und förderte Erstaunliches zu Tage. Ein Zeitdokument von 1984 beweist: der DJ Kröch ist der leibliche Großonkel von Tokio Hotel. Damit wird er sich für das nächste Dschungelcamp bewerben. +++ Checkt das aus! +++ Mittwoch Abend DJ Tom Oro. Cool. +++ Heute im Club der Herr Tokaio höchstpersönlich am Zapfhahn. Come in and watch out! +++ Rattelschneck hat eine neue Sportart kreiert und fordert Mädchen zum Armdrücken heraus: Start der Wettkämpfe ist kommenden Montag, möglichweise mit Marlene im club49. Krass.

Foto: La Petite Mort live, © Ch. Gottsmann (?), 1984

Words are flowing out like endless Rain / Into a Paper Cup.





































Frühling: Pünktlich um fünf nach drei gestern Nachmittag warf mich unsere stellvertretende Sportchefin aus dem Club hinaus auf die Ohlauer Straße: "Du gehst jetzt spazieren – vor halb sieben will ich dich hier nicht wiedersehen!" +++ Ich setzte mich in den Metrobus und aß ein Krabbenbrötchen im KaDeWe für zehn Mark neunzig. Nobel geht die Welt zugrunde. Dann im Centrum Warenhaus am Alex eine Milka Ganze Haselnuss für 89 Cent. Eine nette Kundin in der Schlange an der Kasse tippte mich an, mir wären gerade zwanzig Euro aus der Tasche gefallen – wäre wohl eine teure Tafel Schokolade geworden. +++ Der Saturn-Neubau am Alex ist nicht unumstritten. Aber a) architektonisch weit vom geschmacksresistenten Alexa vis-à-vis entfernt, – und b) haut mich der Ausblick immer wieder um. Nichts für Leute mit Höhenangst allerdings, aber als Entschädigung kriegt man dort zum Beispiel auch die neue von Joe Cocker: Hard Knocks heißt sie ;-) +++ Im Club später war es dann noch toller als am Alex: Viele gern gesehene Gesichter, und zu fortgeschrittener Stunde erschien der Fußballgott von nebenan und verkündete, wir seien Papst, äh, Dschungelkönig! Als hätte ich's nicht vorhergesagt. +++ Heute dann wieder der lethargische Sonntag Abend im Club also known as Zum gemütlichen Kröchi. Es wird Bier gereicht und ein Satz heiße Ohren – und wehe, es kommt wieder keiner!

Fotos: Across the Universe am Nachmittag © KvK, 2011

Kiezkönig / Queen of Chinatown.


Das große Dschungelbuchfinale heute Abend werde ich verpassen. Sollte der gemeine RTL-Zuschauer aber nicht noch lädierter sein als eh schon befürchtet, steht der König wohl fest und die Trophäe geht nach Kreuzberg. +++ Heute Nachmittag Alle Spiele, alle Tore: Durch den Beginn der Sendung führt Katharina, später, zum Topfspiel, abgelöst durch den Herrn Kröch himself. Danach übernimmt der Uhu persönlich – und dann fliegt Cleo aus Hamburg ein und feiert Geburtstag. +++ Was für ein Tag.

Foto: Auf dem Weg zu Alle Spiele, alle Tore © KvK, 2011
Foto: Dschungelchamp Kreuzberg © KvK, 2011

Maria d'Oro / Tomorrow's just another Day.






Und nächsten Mittwoch dann Tom Oro im Club. Ein sympathischer Neuberliner aus Wales. Erzählte mir, wie freundlich die Menschen hier wären. Siehste, vielleicht sind wir ja doch gar nicht solch Rüpel, wie wir's gern hätten. +++ Tom Oro. Klingt wie Maria d'Oro, einer der ersten Kinofilme im Leben des Herrn Kröch. Der erste waren die Aristocats. +++ Heute Aprilwetter – kommt auch mal ganz gut. +++ Zur Zeit scheinen die Kommentare zu spinnen. Kann sein, dass man 2x Kommentar veröffentlichen drücken muss, damit was passiert. Steckste nich drin.

Foto: Admiralbrücke © KvK, 2011
Foto: Kotti d'Amour © KvK, 2011
Foto: Kottnusser Straße © KvK, 2011
Foto: Kottbusser Straße © KvK, 2011

Die ersten Menschen / Wow.

Zu meiner Überraschung gestern feierte die Mutter meiner Auszubildenden ihren Geburtstag im Club. Niemand maulte, dass kein Fußball lief. Nur einer verfolgte den Live-Ticker auf seinem Handy. +++ Eine meiner frecheren Angestellten meinte, das läge daran, dass ich nie zuhöre. Das mit dem Geburtstag – der sei lange schon angekündigt worden. Egal, war trotzdem schön. Sehr schön. +++ Scheint gerade der Trend zu sein: Geburtstag im Club. Am Samstag kommt Cleo aus Hamburg rüber gecruised und feiert hier nach. +++ Als hätte er's geahnt, mailte OL den Cartoon mit den Knackis. Ich hab auch noch ein Stück Geburtstagskuchen hinter dem Tresen versteckt, gebacken von meiner Halbtagskraft. Werde mich gleich mal drüber hermachen. +++ Über den Kuchen. +++ Äh. +++ Heute Abend dann IM Sound – und in zwei Wochen dann DJ Aldrige. Wow. +++ Und übrigens gibt's jetzt aktuell drüben bei Alberto im Wowsville die neue LP der Band meines Cousins: Die ersten Menschen / Apocalypse now and then!

Cartoon: Feile © OL, 2011

O'TOWN / Osho Mauz.

Aus der Vergangenheit zurück direkt in die Zukunft: Freitag, den 4.2., veranstalten wir im SO36 den O'TOWN CLUB. Krasser Scheiß mit DJ Sese und The Jackal. Los geht's um zehn! +++ Heute sehr zeitig wach gewesen. Dann wieder weggedämmert und seltsame Sachen geträumt: "Postkranker schreibt keine Briefe!", las sich die Schlagzeile an einem Zeitungsstand. Zum Thema Hartz IV vielleicht: Wer postkrank ist, bekommt auch kein Geld für Briefmarken – so sieht's mal aus! +++ Leider verpasst: Im Togo-Laden Coffee Corner gegenüber der Ankerklause, wo eine Anmutige heute früh trinkbaren Kaffee ausschenkte, hing bei den Flyern die Einladung zum Atemtag bei Osho Mauz: "Ausatmen, loslassen", wie es dort heißt. War aber schon im Dezember, und ich hoffe, die Anmutige hat nicht gesehen, wie ich heimlich den Flyer eingesteckt hab! +++ Morgen Abend DJ IM Sound mit neuem Programm. Im Club. Krass.

Flyer: O'TOWN CLUB © catrackBerlin, 2011

Wort zum Sonntag / Germ Free Adolescents.

Eintracht Braunschweig erwies sich nicht als der erwartete Straßenfeger, und so saß ich die ersten Stunden des gestrigen Tages mal schön allein im Club und hielt die Fahne hoch. +++ Seit ein paar Wochen geistert eine Seite namens Bohlweg-Zeiten – die achtziger Jahre in Braunschweig durchs FaceBook. "Der junge Marlon Brando (...)", wie Dummy-Herausgeber Oliver Gehrs zum Bild rechts meinte. Zwei Kiezgrößen in Schwarz-Weiß jedenfalls: links vorn der junge Herr Kröch, dahinter Dichterfürst Matthias Heine. Dürfte so etwa '84 oder '85 gewesen sein, der Jacke nach zu urteilen. +++ So, genug der Sentimentalitäten.

Foto: Bohlweg-Zeiten © unbekannt, ca. 1984

Tourette / Kennen Sie den schon?






Fashion Week, oder so: Gegen zehn gestern Abend gab's im Club keine Weingläser mehr. Aber schön war's jewesen, das möchten wir mal so festhalten. +++ So. Heute nun also der lange Fußballnachmittag: Um 13:30 Uhr die 3.Liga-Spitzenspiel-Konferenz Rostock gegen Erfurt oder so und Dresden – Eintracht Braunschweig. Danach wie immer Bundesliga bis zum Umfallen. Durch die Sendung führt heute Herr Kröch. +++ Am Abend dann spielt nicht der Zigeuner, sondern DJ Sport sitzt am Laptop. +++ Marlene, bekannt für einen ausgeprägt jugendfreien Wortschatz, erzählte gestern einen Witz. Über den musste ich lachen: Parkt ein Mann auf 'm Behindertenparkplatz. Kommt eine Politesse und fragt, was er denn hat. Schnauzt sie der Typ an: Tourette, du Fotze! +++ Sagt man ja eigentlich nicht, sowas. +++ Ein Gedicht fällt mir noch immer nicht ein. Ich wünsche ein schönes Wochenende!

Foto: Admiralstraßenghetto © KvK, 2011
Foto: Kotti d'Amour
Foto: Böcklerghetto © KvK, 2011
Foto: Kohlfurter Idyll © KvK, 2011
Foto: Under the Bridge © KvK, 2011
Foto: Kennen Sie den schon? © KvK, 2011

Dr. Seltsam / Im Land der Frühaufsteher.

Von wegen, "no sports"! Schon morgen Abend in the Haus: DJ Sport an seinem Laptop. Pump it up! +++ "Ihr habt die Uhr, wir haben die Zeit", wie Gerry the Späßmaker gerne die Afrikaner zitierte: Heute mittag gegen halb zwölf auf dem sogenannten Türkenmarkt am Maybachufer waren einige Händler gerade dabei, ihre Stände aufzubauen. +++ Apropos Sport: Morgen Nachmittag die Bundesliga-Konferenz. +++ Mir fällt kein neues Gedicht ein. +++ Seltsam, dass es keine Proteste gibt. Wegen des Rückzugs aus der Champions-League-Übertragung. Keine Proteste, bis auf Ella. Seltsam. +++ Gestern bei Herrmann am Karstadtplatz, Butter-Lindner: "Eine Laugenstange bitte, mit etwas gesalzener Butter und den Kalbsfiletscheiben mit Thunfischsauce und Kapern." – "Viersiebenundvierzig." – "Bitte." – "Danke." +++ Viersiebenundvierzig, das sind ja nach Adam Riese beinah zehn Mark. Zehn Mark für ein belegtes Brötchen. Nobel geht die Welt zugrunde. +++ Am Sonntag dann aber kein Fußball am Nachmittag. Das rockt nicht.

Flyer: DJ Sport © Eric Ferranti, 2011

No Sports / Now I know how Joan of Arc felt...

... as the flames rose to her roman nose and her headphones started to melt: Gestern Nachmittag plötzlich Großeinsatz der Berliner Feuerwehr gegenüber vom Club. Konnt nüscht erkennen – Fehlalarm vermutlich. +++ In geheimer Sitzung mit einer meiner vielen Lieblingsangestellten einen wegweisenden Entschluss gefasst: El Cluppus norvegicus steigt aus der Champions-League-Übertragung aus. Die gemütlichen Bundesliga-Nachmittage am Wochenende bei Kaffee und Kuchen bleiben uns dagegen erhalten. Keine Lust mehr auf dieses ganze Gezerre und Gezeter am Abend: "Öh, schon wieder Fußball?" – "Öh, wieso nicht mehr Fußball?! Warum nicht Schachtjor Donezk gegen Özgöz Ismir, ihr Arschgeigen?!" – "Öh, schon wieder Fußball?!" – "Öh. Scheiße, zeigt ihr denn nicht Real Murcia gegen Wacker Innsbruck, ihr Luhser?!" – "Öh, schon wieder Fußball?!" +++ Tom Oro gestern = große Neuentdeckung: Wusste gar nicht, dass es DJs gibt, die einen Pegel kennen jenseits von vollepulle auf Anschlag. +++ Kröch wird alt. +++ Apropos: Überraschend viele alte Gesichter gesehen gestern Abend. Aus Frankfurt/Oder zum Beispiel und auch beinahe aus Frankfurt/Oder, falls ihr versteht, was ich meine...

Foto: Burning down the Haus © KvK, 2011

Blowing in the Wind / Moro.




















Heute bläst der Wind aber ganz schön von vorn. +++ Nun denn: Am Montag war also Konopke verschwunden, gestern dann die Gedächtniskirche: "Hier entsteht bis 2012 ein modernes Büro- und Geschäftshaus im Herzen der City West", steht da geschrieben, wo man früher old Kaiser Wilhelm gedachte. +++ Heute Abend nun Tom Oro im Club an den Plattenspielern. Bin mal gespannt. Hoffentlich haut der mir keine rein.

Foto: Tauentzien © KvK, 2011
Foto: ehemalige Gedächtniskirche am Breitscheidplatz © KvK, 2011

"Sie fährt Audi 80 / Und sie macht sich.





































Wegen morgen / Keine Sorgen." +++ Gute Arbeit: In der U-Bahn gestern drückte ich in Gedanken auf 'Formatieren". Damit waren alle Fotos auf der Speicherkarte futsch. Die waren so schön. Gewesen. Schade. +++ Egal. +++ Gestern, auf dem Weg vom Tresen zur Toilette und zurück, betätigte ich mich lyrisch. Das Ergebnis lässt hoffen (siehe oben). +++ Morgen Abend DJ Tom Moro. +++ In Charlottenburg machte ich neue Fotos. Platz war ja genug auf der Speicherkarte. Nach einem längeren Spaziergang fiel in der Fasanenstraße auf: Hier war es ruhig, hier hörte man die Vögel singen. Hier war es schön. +++ Später im Prenzlauer Berg war der Konopke-Imbiss fort: "2010 / 2011 entsteht hier unser neuer Konopke-Imbiss", oder so. Was soll denn das?! Ich will meinen alten Konopke zurück! +++ Die gute Nachricht: Das BVG-Ticket "AB" in der sogenannten Tram die Castingallee hinunter kostet noch immer 2,10 – statt, wie sonst üblich, 2,30. Doll, sehr doll. +++ In der Uhlandstraße saßen die Leute draußen und tranken ihren Kaffee in der wärmenden Wintersonne. Nachts träumte ich dann, vorm Club stellten wir jetzt auch wieder Tische und Stühle raus. Das hat mich dann doch ziemlich genervt. +++ Am Moritzplatz schließlich rief Chrille, einer der Chefs der Morena-Bar, aus dem Auto heraus: "Was fotografierst du denn da?!" Checkt es aus...!

Foto: Bahnhof Zoo © KvK, 2011
Foto: Konopke © KvK, 2011
Foto: Uhlandstraße © KvK, 2011
Foto: Am Moritzplatz © KvK, 2011

Die Abende sind teuer / doch es gibt kein Abenteuer.*

Passend zum Schmuddelwetter fiel mir heute früh ein etwas älterer Cartoon von mir in die Hände. Nicht etwa kunstvoll schlecht gezeichnet wie beim (sagen wir mal) Kollegen Rattelschneck – aber durchaus eindrucksvoll, wie ich finde. Da kannste nix sagen. +++ Morgen Nachmittag ab 15:30 Uhr geht die fußballfreie Zeit im Club auch mal wieder zu Ende: Alle Spiele, alle Tore. Heute Abend das, wie allerorts zu lesen, erste Finale der Saison wird bei uns nicht gezeigt. Nichts gegen Dortmund oder Leverkusen, aber trotzdem. +++ Fremdtipp für morgen: Hans Rohe spiel solo im Ursula Montinari oder so. Das ist Reichenberger Ecke Liegnitzer, und hier wurde einst der Song Kreuzberger Nächte geboren (club-blog berichtete). Neben Rohe spielt The Great Park aus England. Wann's los geht, weiß ich nicht – mal googeln. +++ Apropos los geht's, wenn der Schiri pfeift: Am Sonntag bleibt die Glotze aus, aber am Abend freue ich mich natürlich über Gäste (außer doofe). +++ Kovac baut gerade seinen Vorgarten aus: Sieht dann aus wie Beverly Hills.

Cartoon: Abenteurer unserer Tage © KvK, 2010
* aus: "Reeperbahn (Penny Lane)" / Udo Lindenberg

Versailler Verträge / Fourty-nine goes Thirty-six.

Bei Kaiser's heute Nachmittag noch schnell ein Paar Wiener mit Senf und Dioxin. Leider nicht wirklich lecker. Dazu Brainstorming in Form eines Selbstgesprächs: Es musste ein Name her. Ein Name für den 4. Februar – und zwar fix! +++ Am 4. Februar veranstaltet der club49 gemeinsam mit dem Baba Berlin den, jetzt haltet euch fest, O-Town Club im SO 36. Mit den DJs Sese und The Jackal. +++ O-Town – versteht ihr?! +++ Gestern brummte mir noch der Kopf: Wir hatten weder einen Namen noch die DJs und sollten unser ganzes Konzept schon heute Nachmittag vorlegen. Mit den Namen war's dann simpler als gedacht: Beim Wiener-Würstchen-Essen schrieb ich die sieben besten Einfälle auf einen Orangina-Kellnerblock, und Susanne tippte später einfach blind auf die Liste wie auf einen Globus, wenn man nicht weiß, wohin die Reise gehen soll. Mit den DJs war's da schon schwieriger: Sese ist für ein DJ-Set in Indien gebucht und sollte eigentlich schon am frühen Morgen des Fünften das Flugzeug besteigen. Entspannt, wie man old Sese kennt, buchte er den Flug einfach auf 14:00 Uhr um und meinte: "Okay, das Ding wird rausgebracht!" +++ Vom Schakal hatte ich die Nummer nicht eingespeichert und erreichte ihn erst, als wir im SO (sprich: Esso) schon bei den Vertragsverhandlungen saßen. Er meinte nur lapidar britisch-understatement-mäßig: "I'm game!" +++ Also, schon jetzt ins Notizbuch eintragen: O-Town Club am 4. Februar ab 22:00 Uhr im SO 36 – präsentiert von RS2, äh, vom club49 und Baba Berlin. +++ Dank übrigens auch an Sabine vom SO (sprich: Esso)!

Foto: DJ Sese & The Jackal © KvK, 2011

K(l)eine Brötchen / Frühling to go.





































Die gute Nachricht zuerst: Der Oldschool-Laden Neuköllner Bäckerei in der Friedelstraße wird vorerst keinem Togo-Café weichen. Hier wird zur Zeit nur renoviert und im Frühjahr wiedereröffnet. +++ Apropos Frühling: Heute war ja mal ein doller Tag. +++ Das war's schon wieder für heute!

Foto: Tschö mit ö © KvK, 2011
Foto: Ohlauer © KvK, 2011
Foto: Neuköllner Bäckerei © KvK, 2011
Foto: Neuköllner Bäckerei © KvK, 201ß

Castingallee / Neues vom Kuschelblog.






Dank dem unbekannten Kommentator für die tolle Wortschöpfung: Kuschelblog. +++ Heute in der Berliner Zeitung war von einem Protest gegen die Umgestaltung der Kastanienallee zu lesen, dem ich mich hiermit offiziell anschließen möchte: Würden die Menschen lieber in, sagen wir mal, Lüneburg leben wollen, wären die meisten von ihnen möglicherweise auch dorthin gezogen statt nach, äh, Ost-Berlin. "Es ist wahr, es ist wahr, dass die meisten Menschen nicht in Dortmund leben wollen, sondern essen." (Rio Reiser / "Alles Lüge"). +++ Da fällt mir ein, dass gerade erst kürzlich der letzte Berliner am Prenzlauer Berg verstorben ist: http://www.kojote-magazin.de/2010/prenzlauer-berg-letzter-berliner-verstorben/169 +++ Aus Anlass des vorerst letzten Katze-Konzerts gestern Abend gibt es im Club ab sofort Katze-T-Shirts in verschiedenen Größen für'n Zehner das Stück! +++ Wie bereits angekündigt, habe ich Ina gefragt – und Licht in das Dunkel am Kottbusser Tor gebracht: Also, die neue Location am Rande des Admiralstraßenghettos heißt nicht, wie behauptet, Flittchenbar, sondern Südblock. Flittchenbar nennt sich nur eine dortige Veranstaltungsreihe Christiane Rösingers. Den Südblock selbst betreibt einer vom Möbel Olfe mit einem zusammen, glaube ich. Näheres hier (eingesandt von unserem Leser Wolf Klein): http://www.siegessaeule.de/queer-berlin/suedblock-feierte-vielversprechende-eroeffnung.html +++ Ich glaube, ich weiß jetzt, wer das tote Tier ist. Der Designer Brill äußerte gestern eine plausible Vermutung (ich sage nur "Fuchs"). +++ Heute Vormittag lag etwas Frühling in der Luft: "Ein Wind, der immer neuen Regen brachte / ein alter Hase, der verlegen lachte / und ein Gefühl der Befreiung, als ich dir hoffnungslos verfiel." (Element of Crime / "An einem Sonntag im April"). +++ Apropos Stuttgart: Neues Wulle ist eingetroffen – und wehe, es kommt wieder keiner! +++ P.S.: Gerade dämmert mir langsam, dass ich den Artikel in der Berliner Zeitung überhaupt nicht kapiert habe. Zumindest nicht, wer da genau welche Positionen vertritt – und wer wofür und wer wo gegen ist: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0108/berlin/0012/index.html

Foto: Erst Rutsch, dann Autsch, jetzt taut's © KvK, 2011
Foto: Frühling © KvK, 2011
Foto: Ein Wind, der immer neuen Regen brachte © KvK, 2011
Foto: Hochwasser © KvK, 2011
Foto: Südblock mit Zimmerspringbrunnen © KvK, 2011
Foto: Konzerttipp © KvK, 2011

One to Cool / Pfade to Grey.

"Erst Rutsch, dann Autsch, jetzt taut's", titelt die BZ in ihrer heutigen Ausgabe und wirft Fragen auf. +++ Die Tür eintreten gestern war dann doch gar nicht so einfach wie gedacht: Vor der Flittchen-Bar hatte sich schon weit vor acht eine kilometerlange Schlange zusammen gerottet, so dass wir es bei einer Linsensuppe direkt gegenüber beließen und schließlich den ausgetretenen Trampelpfaden zur Ohlauer Straße folgten – wo es dann eh wieder am schönsten war. +++ Ob hinter der Flittchen-Bar die Raststätte Gnadenbrot steckt oder das Möbel Olfe, kann man demnach immer noch nicht zweifelsfrei sagen. Auch Christiane Rösinger herself wird hierbei genannt. Keine Ahnung – ich werde Ina heute Abend mal fragen, wenn ich dran denke. +++ Ebenfalls heute Abend: Im NBI das vorerst letzte Katze-Konzert mit Ex-club49-Barkeeperlegende Minki, unserer werdenden Katzenmutter. Das NBI ist irgendwo in der Kulturbrauerei, und los geht der Spaß um 22:00 Uhr. Es sind übrigens noch ein paar andere Truppen dabei, wie z.B. Popmonitor oder so und Talk to Kill. +++ Wem der Weg zum Prenzlauer Berg zu weit ist, der folge den Pfaden zur Ohlauer, wo es eh wieder am schönsten ist!

Flyer: Katze © Minki Warhol, 2010

Niemandsland / Mister Baxter.

Wie gestern schon angekündigt, hier etwas mehr zu der neuen Ausgabe von Balkon & Garten. Das Thema diesmal ist Land, und wie bei jeder der bislang 42 Nummern habe auch ich wieder etwas dazu beigetragen. Hier ein Bild aus der Serie Niemandsland: Grenzkontrollpunkt Marienborn im November 2010. Krass. +++ Zum gestrigen Titelthema hier noch ein Link zu einer Doku über Alf Späth: http://www.vimeo.com/18112033 Ist zwar noch relativ unfertig, und Alf ist wie so oft äußerst schwer zu verstehen (außer für "Badenser Gelbfüßler" vielleicht), aber zumindest erfährt man dort, wie es um Alf steht und theoretisch auch, wie man ihm helfen kann, wenn man will. Ich glaube, Alf geht es zur Zeit nicht besonders. Durch seine Rolle des Mister Baxter im Kultfilm Waslawska ist Alf übrigens längst zur Legende geworden – so einen setzt man nicht vor die Tür! +++ Ebenfalls eine Legende ist Christiane Rösinger, einst Sängerin bei den Lassie Singers. Wenn mich nicht alles täuscht, liest die heute in dem neuen Laden der Gaststätte Gnadenbrot am Kottbusser Tor. Gnadenbrot – oder war es das Möbel Olfe? Jedenfalls am Anfang der Admiralstraße, wo früher diese höchst uneinladende Schankgaststätte namens BistrU drin war. Das U als Reminiszenz an den U-Bahnhof Kottbusser Tor. Um 20:20 Uhr tret' ich die Tür ein. Bis dann!

Foto: Niemandsland © KvK, 2010

The last Picture Show / zu späth.


Auch 2011 begann wie die meisten Jahre recht schleppend und unspektakulär: Der Kopf fühlte sich tiefentladen an wie die Akkumulatoren meiner Ritsch-Ratsch-Klick-Knipse von Rollei. +++ Selten einmal biege ich vom Kanal in die Manteuffelstraße ein – weil ich Angst vor Alf Späth habe. Alf hatte 1999 bei den Dreharbeiten zu "Waslawska" in Cannes für die Special Effects gesorgt. Seit etwa zwei Jahren sprechen wir nicht mehr miteinander, weil ich mich irgendwann einmal blöd über ihn lustig gemacht und noch immer ein schlechtes Gewissen habe deshalb. Heute nun ging ich dann doch einmal an seinem Hotel Quicky, dem kleinsten Kino des Universums, vorbei. Der Laden sieht verwüstet und leer aus. Ist Alf Späth weggentrifiziert worden? Nanü?! Das habe ich so nicht gewollt, doch im Fenster hängt wie als Steckbrief mein Konterfei. +++ Anfang des Jahres übrigens erschien eine neue – die 42ste mittlerweile – Ausgabe des Berliner Underground-Magazins Balkon & Garten, und die ist einmal mehr großartig geworden. Großartig nicht nur wegen ihres größeren, kontrovers diskutierten, A4-Formats. Mehr dazu irgendwann hier. So Anne will. +++ Und dann ist auf einmal auch noch Mick Karn tot.

Fotos: Hotel Quicky © KvK, 2011

Frohes neues Jahr / Checkt es aus!

 
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