Der Fünfer-Jäger / the Return of DJ Kröch.

Nicht vergessen: Die Expertenrunde um 15:30 Uhr. Im Club. Keine Ahnung, wer heute spielt, werde aber Gummi riechen lassen, dass die Türen pünktlich um drei öffnen. Es heißt somit Abschied nehmen vom SAW-Land. Schade: Hier bei Mc Donald's in Theeßen an der A2 sehen wesentliche Bevölkerungsteile aus, als hätten sie einen Unfall im Walzwerk überlebt Das macht Mut.

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Handyroadmovie: A2 im SAW-Land © KvK, 2009

Krisengebiet / Home is where the Heart is.

In den Monaten vor meiner Geburt damals hatte es im Nachbarort Lengede ein Wunder gegeben. Mit Heike Makatsch und Heino Ferch. Auf solch ein Wunder hofft man fünf Kilometer Luftlinie entfernt am Schacht Konrad auch immer noch: Kein Atommüll in Schacht Konrad, lautet der Slogan. Mir wurscht. Kann mir im Club ja 'n Lenz machen, wenn’s in Niedersachsen zum GAU kommt. GAU für mich persönlich hieße ja nur, dass mir der Fascho-Verein Vattenfall dann den Strom abdreht. Riesengau allerdings würde bedeuten, dass das Endlager Konrad mir die Heimat verseucht. Das Dorf neben dem Schacht übrigens heißt Sauingen. Checkt es aus. Heute ab 15:30 Uhr Expertenrunde.

Foto: Konrad © KvK, 2009

Mc Donald's / LSD.

Sitze bei Mc Donald's in Salzgitter-Lebenstedt und viele Menschen hier sehen aus, als hätte man ihnen ein lähmendes Serum gespritzt. Das Wetter dagegen ist Bombe (Foto). Kühl und sonnig. Ein Farbenrausch. Um nicht zu sagen: ein Rausch der Sinne. Da fiel mir vorhin eine Geschichte von Christine Z. ein, die sie neulich gerade erzählt hatte: Auf dem Weg nach Roskilde war sie an der dänischen Grenze mit Dope erwischt worden und hatte 180 DM Strafe zahlen müssen. 180 DM - das war annähernd exakt alles Bargeld, das sie für die Fahrt dabei hatte. Um nach dem Festival wieder volltanken zu können, organisierte sie in Roskilde drei Mitfahrer, die sich am Sprit beteiligen würden. Am ausgemachten Treffpunkt wartete sie eine ganze Weile, bis die drei Typen dann endlich auftauchten. Vollkommen druff. Die Z. dachte: "Na, toll! Jetzt hab ich die Karre voll mit Typen auf LSD!" Immer, wenn sie an Sonnenblumenfeldern vorbei kamen, musste die Z. anhalten und die drei Typen stürmten jubelnd und mit Oberkörper frei den Acker. Heute Abend im Club DJ Burning Nerves. Morgen dann ab 15:30 Uhr die Bundesliga-Expertenrunde mit Kröchsenhausen. Checkt es aus.

Foto: Vallstedt im Herbst © KvK, 2009

Transitstrecke / Rod the Mod.

Bei Ostingersleben gestern Abend riss der Berliner Radiosender Eins endgültig ab. Bis dahin hatten sie dort unter anderem Stücke der neuen Benjamin Biolay vorgestellt, die mich emotional über den nächtlichen Asphalt trugen. Man sagte, Benjamin Biolay interessiere sich einen Scheiß für den französischen Chanson. Trotzdem klingt Biolay so dermaßen französisch, wie wohl nur ein Franzose französisch klingen kann - auch wenn er zwischendurch englisch singt. Später im Programm legte Christine Heise noch kurz „den alten“ Rod Stewart auf und meinte, auf „den alten“ Rod Stewart könne sich wohl jeder einigen. Den aktuellen Rod Stewart später im Programm brauchte dann aber kein Mensch. Dann kam Ostingersleben und außer RTL 89.0 gab es plötzlich gar nichts mehr. War aber nicht so schlimm wie RTL in Berlin, glaube ich. Die Fahrt nervte insgesamt trotzdem kolossal.

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Handymovie: Rod the Mod © KvK, 2009

Kühles Blondes / Milk.

Hallo. Werde heute mal kurz in die Stadt Heinrichs des Löwen, der sympathischen Großstadt zwischen Harz und Heide und Stadt der Wissenschaft 2007, fahren. Wo's noch immer kein Internet gibt. Deshalb hier schon mal die Höhepunkte der restlichen Woche: Morgen, am Freitag, haben wir David also known as DJ Burning Nerves in the Haus. Sicherlich wieder ein krudes Programm. Samstag Nachmittag, so viel steht fest, bin ich zurück in Berlin und führe durch die Fußball-Bundesliga: Expertenrunde zum 11. Spieltag. Ab fünfzehndreißig. Seid dabei! Im Nansen, soll ich von Hardy ausrichten, spielt Freitag Abend Jock Watson. Jock Watson und die anonymen Melancholiker. Und dann möchte ich noch hinweisen auf das Konzert der Band Milk im Festsaal Kreuzberg am Samstag. Mit Ex-Barkeeperlegende Matze am Schlagzeug und Billy Gesang und Gitarre. New York meets Berlin oder so ähnlich der Slogan. Tschö mit ö.

Foto: Matze © KvK, 2009

ARD, ZDF / DFB.

Gestern Fotos gemacht mit Björn. Neues Futter für die Agentur. Wobei mir die Farbkombi hier vorm Tropeninstitut (Foto) ja ganz besonders gut gefällt. Krieg ich bestimmt von den Mädels eins aufs Dach für. Checkt es aus. Björn heute Abend übrigens im ZDF - während der Herr Kröch im Club hinterm Tresen steht und Gerstensäfte zapft. Wie schön. DFB-Pokal im Ersten wird keinen interessieren heute, hoffe ich. Zeige ich demnach auch nicht. Außer, ihr stürmt mir die Bude und droht mir Prügel an...?!




Foto: Björn Bugri © KvK, 2009

Auf dem Lande / Burning Nerves.

Bei Fink auf dem Lande war es schön. Obwohl gegen Abend der Herbst durch die Schuhsohlen kroch, war niemand aus dem Garten heraus und hinein in die muckelige Stube zu locken. Freitag Abend im Club wird DJ Burning Nerves seinem Laptop fröhliche Lieder entlocken. Am Samstag Nachmittag dann die Bundesliga-Expertenrunde. Der Sonntag gehört zunächst der Familie, bis um 20:00 Uhr wieder der Club seine Türen öffnet.

Handyfoto: Finks Garten © KvK, 2009

+++ / +++

+++ Eilmeldung +++ Bin am Sonntag zwar draußen bei Fink auf dem Lande am Zischen, Bundesliga wird aber trotzdem laufen +++ Hertha - Wolfsburg, Schalke - HSV und Werder spielt wohl anscheinend gegen oder in Bochum +++ Dank übrigens an Hans Rohe, der mir heute ein Mikro für die Band aus Köln vorbei brachte, obwohl er eigentlich üben musste für seine Konzerte mit Van Dyke Parks +++ Unter anderem in der Passionskirche Mitte November. Und wenn Hans Rohe, immerhin einer der brillantesten Gitarristen, die ich kenne, sagt, er muss üben, dann wird Van Dyke Parks wohl tatsächlich nicht unkomplizierte Musik machen +++ Checkt es aus +++ Als Special Guest in der Passionskirche übrigens Klaus Voormann als - äh - Special Guest +++ Beatles-Freunde werden wissen, was ich meine +++ Danke +++

Handymovie killed the Video Star / Kottbusser Tor.

Verabredet gewesen mit der schönen Frau H. und dem Designer Brill. Abends im Wald. Grunewald. In den verschwörerischen Nebelschwaden sah's aus wie bei Edgar Wallace. Herbst. Neues vom Hexer. Bloß hatte das Wirtshaus Moorlaake schon zu. Pech. Moorlake klingt ein wenig wie Moorleiche. Ian Gillan und Ritchie Blackmore. Frau Hartwig wollte noch laute Rockmusik und Kneipe und rauchen. In Zehlendorf. Rauchen ging und Kneipe ging auch. Bis um halb eins, aber nett. Am Ende fand ich dann Kreuzberg auch wieder gut. Heute Konzert mit den Hounds of Horrem. Im Club. Vorher Fußball, danach die DJs Oster und Schröder. Checkt es aus.
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Handymovie: Kottbusser Tor 03:30 Uhr © KvK, 2009

Expertenrunde / Oster und Schröder.

Passend zum Konzert der Kölner Band Hounds of Horrem schickte mir der Kölner Filmemacher Ralph Meiling gestern den Ausriss eines alten Kontaktbogens vom Winter 1996 (glaube ich). Da drehte er gerade den 16mm-Kurzfilm "Niemand liebt" mit Alexander Laurisch in der Hauptrolle. Er hatte dafür einen Eisenbahnwaggon in seine Schöneberger Anderthalbzimmerwohnung gebaut. Der Film floppte. +++ Nach dem Konzert der Kölner Band Hounds of Horrem morgen Abend im Club legen die ehemals Kölner DJs Elvis Oster und Wild Billy Schröder ausgewählte Vinylplatten auf. +++ Am Nachmittag bereits schon ab 15:30 Uhr zeigen wir die Bundesliga in der Konferenz, u.a. mit dem rheinischen Derby Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln. Zur Expertenrunde laden wir herzlich ein.

Foto: Train in Vain © Frank Meiling (vermutlich), 1996

40 / Herzlichen Glückwunsch.

Als hätt ich's geahnt.









Foto: Fränksenhausen © KvK, 2008

Hounds of Horrem / live.

Samstag Abend schon das nächste Konzert im Club: die Hounds of Horrem aus Leeds und Köln (Foto). Checkt es aus. Heute Abend gibt's erstmal Fußball: die Bayern reisen in der Champions League nach Bordeaux und Wolfsburg empfängt Besiktas Istanbul. Danach legt IM Sound Compact Discs auf - haltet also schon mal die DJ-Ecke frei...!


Foto: Hounds of Horrem © Henrik Schröder, 2009

Oyster Cult / das Geld liegt auf der Reuterstraße.

Michaela hatte einhundert Euro gefunden. Gestern Mittag. Zwei feuchte, verschmutzte 50er in einem Rinnstein irgendwo in Neukölln. Sie rief an und lud mich zum Austernessen in die herbstliche Sonne vorm Kirk Royal. Wo ich über Björn Bugri stolperte, einen aufstrebenden Schauspieler, über den ich, fast exakt auf den Tag genau vor sechs Jahren, schon einmal zufällig gestolpert war - im Hofbräuhaus München. Damals hatte ich anschließend Schwierigkeiten gehabt, die richtige U-Bahn zu meiner Nichte zu finden. Wobei man, wenn ich's mir recht überlege, die Strecke zu meiner Nichte problemlos hätte zu Fuß gehen können, wenn man nicht gerade aus dem Hofbräuhaus gekommen wär. Jetzt saßen wir gemeinsam im dunklen Raucherkeller des Kirk Royal und rauchten. Ein einziger Sonnenstrahl fiel von draußen ins Fenster und ich sagte zu Björn: "Ein Licht hier wie in einer ZDF-Verfilmung." Dann machte ich mein Handyfoto. Danke für die Austern, Michi!

Handyfoto: Björn Bugri im Kirk Royal © KvK, 2009

Mario / Willkommen im Club.

Ein historisches Zeitdokument von Samstag Nacht: Mario Unterhuber gibt sein offizielles Debüt als Barmann im Club. Etwas dunkel vielleicht. In Sachen Filmbearbeitung bin ich nach wie nicht auf den vorderen Rängen vertreten. Aber egal. Mittwoch übrigens die Champions League Partien von Wolfsburg und dem FC Bayern. Welche davon ihr sehen wollt, ist mir ziemlich gleich, wobei mir die Münchner bekanntermaßen lieber wären. Verderbt's euch halt nicht. Stuttgart morgen werde ich wohl nicht zeigen. Außer, es kommt jemand zum Gucken, was ich nicht glaube. Kommen wird am Mittwoch übrigens auch DJ IM Sound - und zwar mit neuen Musikstücken im Gepäck. Checkt es aus.

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Handymovie: Under the Huber © KvK, 2009

18 / Herzlichen Glückwunsch.

Zwar bin ich nicht der MDR, doch möchte ich heute und an dieser Stelle auch mal einen Glückwunsch ausstrahlen. Einen zum achtzehnten Geburtstag: Alles Gute, where ever you are!







Foto: Under the Bridge © KvK, 2001

Blaulicht / ... und Zwielicht.

Dank an die Men in Black für den schönen Abend gestern! Leid tat mir allerdings Sir Bastian gegen etwa fünf Uhr morgens. Da musste er mit dem Oschi von Kontrabass auf dem Rücken zu Fuß nach Hause trotten, weil er Autofahren nicht mehr wollte / durfte / konnte. Zu Beginn des Abends war noch schnell ein Demontrationszug durch die Ohlauer gezogen, da hatte ich mich kurz erschrocken, weil die jungen Leute vorm Club mit Böllern warfen. Pünktlich zum Soundcheck beruhigte sich mein schwaches Herz aber wieder, und gleich werde ich gut gelaunt die Fußballbundesliga zeigen. Zuerst Konferenz und um 18:30 Uhr dann das Spitzenspiel HSV - Leverkusen. Das wird ein Spaß!

Handyfoto: Bullenschweine wir woll'n keine © KvK, 2009

Apunkt / krass.

So, ihr Lieben. Hier jetzt mal ein Link auf Günther Krass' krasse Webseite: Anklicken, auf "akustisch" gehen und dort die Mitschnitte seiner Lesung im Club vom letzten Sonntag anhören. Leider etwas leise. Krass. Apropos Lesung: Gestern saß der DJ Kröch schwermütig in einer Autonomenbar auf der Oranienstraße und trank alles durcheinander, auf dass die schwarze Wolke über der Seele verschwände. Da tauchte plötzlich ein junger Mann mit einem Schlafsack auf, der Frank Apunkt Schneider hieß und einen zweieinhalbstündigen Vortrag über Punk, New Wave und NDW in Deutschland zwischen 1976 und 1985 hielt. Der Anfang geriet etwas schleppend, aber nach und nach taute Apunkt Schneider merklich auf und beim DJ Kröch fing letztlich doch noch der Alkohol an zu wirken, weshalb es heiter und informativ wurde und der DJ Kröch sich nicht nur das Buch ("Als die Welt noch unterging") kaufte, sondern es auch vom Autor signieren ließ: "Für Kai. Frank Apunkt Schneider". Heute Abend die Men in Black live. Morgen Nachmittag dann Fußballbundesliga im Club, zum Beispiel um 18:30 Uhr exklusiv das Spitzenspiel HSV - Leverkusen. Kommt alle!

Foto: Günther Krass liest Günther Krass © KvK, 2009

Rot / Weiß.

Morgen Abend die Men in Black. Songs von Johnny Cash, Hank Williams, Roger Miller und anderen - live. Mit Sir Bastian am Kontrabass. Und Kollege Kröch zapft dazu ein gepflegtes Pilsbier.










Handyfoto: 1.- © KvK

Tief im Westen / Zappa.

Kurz vor Mitternacht gestern hatte das alte West-Berlin beinah komplett schon die Stühle hochgestellt. Nur 'El Borriquito' war noch auf, wo ich 1991 schon mal zum Essen gewesen war. Lustiges Publikum allenthalben, wie man so sagt. Große Verwirrung beispielsweise stifteten zwei alterslose Damen, die aussahen wie Prostituierte vom Club Sophie am Savignyplatz drüben, möglicherweise aber herausgeputzte Charlottenburger Russinnen waren. Mysteriös. Und dann waren sie bald wieder verschwunden - nachdem sie dem Kellner den Teller mit der verbrannten Speise um die Ohren gehauen hatten. Im 'Zwiebelfisch' später kosteten zwei kleine Biere vom Fass (Schultheiss für mich, Pilsener Ur für die Dame) zusammen überraschende 7,10 €, was vielleicht damit zusammen hing, dass ich uns als Touristen aus Kreuzberg geoutet hatte. Im Fenster hatte sich's Zappa gemütlich gemacht, ein Kater, der vor vier Jahren mal vor der Tür gesessen hatte und seitdem in der Gaststube wohnt. Heute um Viertel nach acht kommen Gerd Delling und Günther Netzer per Live-Schalte ins Haus. Deutschland - Finnland oder umgekehrt. Checkt es aus. (Achtung: geänderte Anstoßzeit - siehe Kommentare!)
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Hanfymovie: Zappa © KvK, 2009

Back in Black / kein Foto.

Da Iris H. die Aufnahmen mit den Tierleichen nicht mehr sehen kann und ich leider immer noch nicht in der Lage bin, die Fotos von der Lesung mit Günther Krass auf mein Laptop zu laden, gibt es hier heute nur einen kurzen Text. Ein Text mit dem Hinweis auf das Fußballländerspiel morgen zwischen Deutschland und Finnland, bei dem es für uns um nichts mehr geht außer um Bier trinken und Zigareten rauchen und Quatsch reden. Freitag Abend dann endlich mal wieder ein Live-Konzert. Die Men in Black spielen Coverversionen von Johnny Cash, Hank Williams und weiteren Kiezgrößen. Das wird bestimmt schön. Los geht's um neun.

Im Krebsgang / Geh weg, Schaden.

Günther Krass im Club gestern war mal echt lustig. Ich hätte es machen können, wie der eine Typ da früher im Vorspann von "Väter der Klamotte", der sich vor Lachen so schüttelt, dass er mit seinem Zwerchfell Cocktails shaken kann. Blöderweise bestellten die Leute gestern aber nur Bier. Als Günther seine krassen Geschichten aus Hamburg-Harburg vorlas bzw. frei erzählte, fiel mir ein, dass ich auch mal in Harburg gewesen bin: Mit der Mitbewohnerin meiner Ex hatte ich 2003 oder vier in der schönen, alten Villa ihrer Eltern übernachtet. Der Vater war in der Schlußredaktion beim "Spiegel" tätig, und Augstein spendierte ihm Nachts immer ein Taxi nach Haus. Er kam erfahrungsgemäß erst gegen fünf Uhr morgens zurück, und so saßen wir mit ihrer Mutter, Tochter eines tschechischen Malers, auf der Veranda und warteten auf ihn. Den Vater. Als die Mitbewohnerin meiner Ex noch nicht die Mitbewohnerin meiner Ex, sondern die Mitbewohnerin meiner Freundin war, saß ich oft nachts mit ihr in der Küche und trank Absacker. Sie war trinkfest, und wir waren ein gutes Gespann. Sie erzählte mal, dass es immer sehr anstrengend sei, ihre Eltern zu besuchen, weil, die tränken sie immer unter den Tisch. Das fand ich schwer vorstellbar, musste mich in Harburg dann aber eines besseren belehren lassen. Der Abend damals war sehr schön, und, wie gesagt, gestern musste ich wieder daran denken. Ein Foto von Günther Krass liefere ich morgen nach, oder so.

Handyfoto: im Krebsgang © KvK, 2009

Ladehemmung / Shine a Light.

Eigentlich war ich vorhin gar nicht so traurig, als im Görli kein Mensch zum Fußballspielen auf dem Platz oder der Matte stand. Doch eher Sofawetter und wohl nur was für den Fritz. Fritz Walter. Aber irgendwie perfekt für unsere Lesung heute Abend im Club mit Günther Krass. Den hab ich vorgestern schon kennen lernen dürfen und fand ihn echt krass. Krass sympathisch. Checkt es aus. Die ganze Chose wird mitgeschnitten und irgendwann irgendwo veröffentlicht. Überraschend gut kam gestern übrigens Scorseses Stones-Film "Shine a Light" auf 3sat an, den wir spontan nach dem Länderspiel gegen Russland zeigten. Selbst jüngere Semester wie Ines B. zum Beispiel zeigten sich von den älteren Herren angetan und wollten sich die DVD direkt heute bei Dussmann kaufen. Bloß konnte niemand zweifelsfrei sagen, ob Dussmann heute überhaupt geöffnet hat. Zur Überbrückung stelle ich dafür einen eigenen Kurzfilm ins Netz: Ein seltsames Gefährt stand minutenlang mit laufendem Motor bei mir unten vorm Haus und hupte immer wieder ganz stolz. Leider kackte mein Handy vorzeitig ab, so dass die Szene am Ende fehlt, wo sich der riesengroße Heavy Metal Rocker von nebenan fröhlich auf den Beifahrersitz zwängt und der Fahrer vor Aufregung drei Mal den Motor abwürgt...


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Handymovie: Life in the fast Lane © KvK, 2009

Baracke Obama / Noblesse oblige.

Den Friedensnobelpreis habe ich gestern mal wieder nicht bekommen. Nur ein weiteres Mal die Bratpfanne über den Schädel. Sorry. Belassen wir es also einfach bei den Fakten: Heute im Club schauen wir Fußball. Im Fernsehen. WM-Qualifikation in und gegen Russland. Anpfiff um 17:00 Uhr. Später am Abend übernimmt Sabine Sabine die Schicht und es gibt Hits à gogo. Und denkt bitte auf jeden (Fall) an Sonntag: Da kommt Günther Krass und liest. "Phoenix aus dem Viertel". Geschichten aus South Central Phoenixviertel, Hamburg-Harburg. Checkt es aus.

Foto: If the Kitz are united © KvK, 2001

Hannover / Jaguar.

Leicht bis mittelschwer angeschiggert stand ich gestern Nacht im Würgeengel und nuckelte an meinem GT. Als ich schließlich pushen gehen musste, fragte ich die beiden Damen auf der Ecke am Tresen, ob es okay wäre, wenn ich mein Glas mal kurz bei ihnen abstellen würde. Die Frau mit dem Knittergesicht sah mich angewidert an. Als ich vom Klo zurück kam, war mein Glas weg und es hieß, die Frau - das sei Maria Schrader. Toll. Maria Schrader. Die Schauspielerin aus Hannover. Ein Jahr jünger als ich - und eine ganz schöne Gesichtsbaracke. Morgen um 17:00 Uhr Fußball-Länderspiel: Remember Russia!


Foto: Who killed Bambi © KvK, 2001

Günther / krass.

Hier schon mal der Hinweis auf den gemütlichen Literaturabend am Sonntag im Club. Günther Krass wird sein Viertel im Hamburger Prekariat verlassen, um der Hauptstadt Kostproben seines hanseatischen Charmes zu bieten. Einem Missverständnis mit seiner Agentin (DJ) Heidi sei die geänderte Öffnungszeit geschuldet: Doors open @ 19:30 Uhr - Beginn der Lesung dann um etwa halb neun, oder wenn der Schiri pfeift eben. Apropos Schiri: Club49 proudly presents UdSSR gegen BRD am Samstag Nachmittag live aus Irkutsk. Dort pfeift der Schiri wohl schon um 17:00 Uhr oder noch früher (ein Blick ins Programmheft könnte in diesem Fall jedenfalls nicht schaden). Immerhin geht es um die Qualifikation zur WM 2010 - also, kommt alle!


Flyer: Phoenix aus dem Viertel © Günther Krass, 2009

in / Hülsen.

Der erste Satz, den uns Konzertveranstalter 'Spitze' am Samstag entgegen schleuderte, war: "Harald Inhülsen ist tieftraurig, dass er nicht kommen kann. Der sitzt in Hannover und muss 3.000 Filme für ein Festival sichten." Oder so ähnlich. Harald Inhülsen war mal ein Jahr lang mein Kunstlehrer gewesen. Achte Klasse. Ich glaube, wir hatten uns beide damals auf Anhieb und eine gewisse Art und Weise gut gefunden. Zu jener Zeit, 1977/78, hatte er gerade einen doppelseitigen Iggy Pop Artikel im 'Musikexpress' veröffentlicht, und ich fragte ihn, "haben S I E zufällig im Musikexpress was über Iggy geschrieben?!" Später nannte er sich inHülsen und wurde berühmt für seinen speziellen Gebrauch des Schrägstrichs in Rezensionen. Ich war ganz froh, dass er nicht da war, weil er doch bestimmt noch immer eine Respektsperson für mich gewesen wäre und ich ihn vermutlich als einziger gesiezt hätte. Tja. Das Catering war eine Katastrophe, und wären wir als ehemalige Punkband aufgetreten, hätten wir einfach die Garderobe zerlegt - sogar das Bier mussten wir uns am Tresen selber kaufen. Egal. Unser Gig scheint wohl ein souveränes Ding gewesen zu sein, denn hinterher kamen die Leute von allen Seiten und meinten, "ey, super!" Außer Hardy. Der meinte, ich solle mal besser der Gastronomie treu bleiben. Ein paar Leute hab ich vermisst bzw. nicht gesehen, weil sie sich nicht in den Backstage trauten oder ich keine Lust gehabt hab, raus zu kommen.

Foto: Florian, unser jungscher Aushilfsschlagzeuger © Yvonne Salzmann, 2009

LPM / the Song remains the same.

Hier ein paar Fotos. Courtesy by Yvonne Salzmann (formally known as Yvonne Krüger) - eine der wenigen Frauen, die ich beim Konzert nach all den Jahren auf Anhieb wieder erkannt hatte. Die Konzert-Review schiebe ich bei Gelegenheit nach. Checkt es aus.



































































Fotos: La Petite Mort live © Yvonne Salzmann, 2009

No Sex, no Drugs / Rock'n'Roll.

Hatte übers WE in einer Art Tal der Ahnungslosen fest gesessen. Kein W-Lan, kein Internet. Als ich mich nach meiner Rückkehr gestern Nacht mit meiner lesbischen Bekannten A. auf ein paar Whisky im Würgeengel traf, um von meinem Comeback als Rock-Legende zu berichten, wurde ich doch etwas kleinlaut, als wir direkt neben Joe Jackson und Begleiterin am Tresen saßen. Da wollte ich dann doch lieber nicht so groß prahlen von unserer fulminanten Show in Downtown BS. Fotos habe ich im Moment noch nicht zur Hand, und für einen ausführlichen Konzertbericht ist mir, ehrlich gesagt, gerade das Wetter draußen zu schön. Checkt es aus.

Spanish Stroll / Polski Wieczór.

Ein Zeitdokument von 1987. Spanien: Manzur (git., re.) und der DJ Kröch (voc, li.) in einem Etablissement. In gleicher Konstellation gleich auf der A2 (voll verpennt grad, ich Depp). Checkt es aus. Und im Club heute Abend Polski Wieczór.



Foto: the Glimmertwins © Madeleine, 1987

Rock'n'Roll Zombies / the Comeback.

Weil ich Samstag ja die Stadt Heinrichs des Löwen rocken will, und wir vorher wenigstens ein paar Stunden üben müssen, fällt die Bundesliga diesen Samstag aus. Die Personaldecke im Club ist nämlich etwas kurz zur Zeit, und auch Mario Unterhuber von den Glimmertwins, der ja letztens den Tresen während der Fußball-Expertenrunde geschmissen hatte, steht Samstag ebenfalls auf der Bühne. Um 20:00 Uhr am Brandenburger Tor. Vor mehr Fans höchstwahrscheinlich als wir in BS. Das Foto übrigens ist von 1986 und zeigt DJ Kröch mit einer Ninja-Törtel-Kopfbedeckung, die ihm von seinem Gitarristen bei späteren Events glücklicherweise untersagt worden ist. Eventuell würde ich am Sonntag dann aber Hertha gegen den HSV zeigen. Sagt mal Bescheid, ob ihr's sehen mögt. Sonst bleibe ich nämlich noch einen Tag länger bei meiner Mutter. Checkt es aus.

Foto: La Petite Mort © Jörg Cohrs, 1986
 
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