Call Center Flirt / Pony Hütchen.

Raststätte Michendorf © Kai von Kröcher, 2013



















Jeder Seemann muss einmal aufs Meer. +++ Bücher kann man ja jetzt übrigens (das wird doch bestimmt wieder ein moralisierender Blogpost heute) auch online kaufen, eigentlich schon seit ein paar Jahren: Das ist sehr super, wenn man in einer Felsspalte festsitzt. +++ Spaß muss sein, aber nee, neulich habe ich mir wirklich ein Buch im Internet geholt. Ich habe dem Buchladen Leseglück in der Ohlauer Straße eine Nachricht geschickt: "Hallo Eleni! Ich würde bei euch gern das wahrscheinlich beschissenste Buch bestellen, das ich jemals gelesen hab – ich möchte es nämlich verschenken..." +++ Normalerweise, wenn ich schon einmal im Internet etwas bestelle, und lass es nur 10ml Eau de Toilette sein, dann gibt das der DHL-Fahrer meistens im 80er-Jahre-Bioladen bei mir um die Ecke ab. Da muss ich dann jedes mal hin. Und wenn ich dann da wie ein Schuljunge mit meinem Abholschein im 80er-Jahre-Bioladen-Geruch herumstehe, bevor ich noch überhaupt einen einzigen Ton gesagt habe, da fährt mich der heute verfettete Glatzkopf – vor zwanzig Jahren noch war er der nette, jugendlich-motivierte Azubi – auch schon von hinter seinem Ladentisch an: "Mooo-ho-me-hennt!!!" +++ In seinem Lager hinten stapeln sich mehr Post-Pakete als Obstkisten. +++ Kann ich ja nichts für. +++ Eleni (vom Buchladen Leseglück in der Ohlauer Straße) seinerzeit jedenfalls schickte mir Minuten später im Internet schon die Antwort: "Ist bestellt – kannst du dir morgen bei uns abholen! Liebe Grüße und (...) ich bin übrigens ganz Deiner Meinung zu dem Buch..." +++ So supporte ich also meinen local Dealer, muss mir keinen Anschiss im 80er-Jahre-Bioladen abholen – und Amazon bekommt ganz nebenbei auch nix ab von dem Kuchen! +++ Das beschissenste Buch, das ich jemals gelesen hab, ist von einem Typen aus Köln geschrieben und heißt Vollidiot. Ich musste es mir dann also verschämt im Leseglück in der Ohlauer Straße abholen. Wie früher so einer, der in die Peep Show ging. Aber im Laden himself dann wurde das Geschäft diskret und professionell abgewickelt: keine der anwesenden Kundinnen bekam auch nur irgendwas davon mit. +++ Lange Rede, kurzer Sinn: Ex-Café-Kreuzberg-Carsten, herzlichen Glückwunsch, der hat dieses Buch heute auf seinem Geburtstagsgeschenketisch, der Arme. +++ Doch keine Sorge – Carsten versteht den Joke! +++ Insiderwitz. +++ So, lustiger wird es heute nicht. +++ Mittwochabend im Club: Spit and Sawdust!  

Überschrift inspired by: Call Center Flirt © Birds and Coughs, 2016
Überschrift also inspired by: Emil und die Detektive (Kinderroman) © Erich Kästner, 1929
Lyrics: Warum weinst du, kleine Tamara © Rudi Schuricke, 1951
Vollidiot (Bestsellerroman) © Tommy Jaud, 2004
Leseglück | Ohlauer Straße 37 | 10999 Berlin

Flowers in December / Man without Hat.

Balancing Wolf © Wolf Klein, 2012






















Du bist ein seltsames Mädchen, du sagst, du kannst es nicht leiden / Wenn jemand dir Träume erzählt, und dann erzählst du mir deine. +++ Sonnenuntergang heute offiziell übrigens um 21:01 Uhr, exakt etwa zu Laura Guidis Konzertanfang am Abend im Club. +++ Interessante Fakten zu Otto Schuricke übrigens demnächst hier an dieser Stelle – besser schon einmal warm anziehen! +++ Fotoartist und Kunstblumenhändler Wolf Klein hatte mir dieses/sein Selbstporträt (oben) vor ein paar Tagen zugesandt: Wir Leute vom Film (bzw. wir Leute, die mit Leuten abhängen, die Leute vom Film kennen) sagen statt "Hütchen" übrigens immer "Pylone" – das ist eine der ersten Sachen im Filmbusiness überhaupt, die man dort lernt. +++ Versteht sich von selbst. +++ Das Foto oben ist Teil einer Reihe von Selbstporträts. Lange Rede, kurzer Sinn: Hier ist der Link. +++ Jetzt möchte ich aber raus in die Sonne, der halbe Tag ist vorbei. +++ Vorbild für Wolfs Serie damals war übrigens ein Hund oder so, der balancierte auch ständig irgendwas auf dem Kopf. Der war nämlich, glaube ich, ein irgendwie vielbeachtetes Kunstprojekt, oder so. +++ Vielleicht aber auch nicht – vielleicht war es nicht mal ein Hund. +++ But I am un chien andalousia. +++ Okay. +++ Beginn Laura Guidi im Club also pünktlich etwa um neun.


Überschrift inspired by: Flowers in December © Mazzy Star, 1996
Überschrift also inspired by: Safety Dance © Men Without Hats, 1983
Lyrics: Seltsames Mädchen © Tom Liwa, 2000
Debaser © Pixies, 1989

Ghost Rider / Rudi Schuricke.

Raststätte in Richtung Köln © Kai von Kröcher, 2012

Laura Guidi auf Raststätte © Kai von Kröcher, 2012

Raststättenausfahrt © Kai von Kröcher, 2012









































She lives in a bad set in Queens Park. +++ Da hatte das Unterbewusstsein neulich wohl Fake News gesendet: Es gibt keinen Otto Schuricke – jedenfalls keinen, den das Internet kennt. +++ Aber Musike, die gibt's morgen im Club, um das jetzt mal etwas salopp auszudrücken, wir sind ja ein lockerer Haufen: Laura Guidi spielt nämlich und singt – solo und ohne Band! +++ Aber verstärkt. +++ Die Textzeile heute, ich kann den Gesang da nicht richtig verstehen: Wo wohnt 'sie' da oben in Queens Park? Komisch, nach dem Song hatte ich digital fast schon jahrzehntelang gesucht. Die Doppel-LP damals hatte mein Bruder 1980 im Sommer mit nach Hause gebracht, und immer, wenn ich später einmal an das Album dachte, musste ich zwangsläufig an eben diesen Sommer 1980 denken. Detaillierte Erinnerungen: mit meinen zwei Dorfkumpels sitze ich auf dem Gartenzaun über die Straße, es laufen entweder die Clash oder eben die Photos. +++ Ganz schön warm heute, da draußen. +++ "Über Italien lacht die Sonne, über Helmut Kohl lacht die ganze Welt." Das war auch so ein Spruch, damals. Oder vielleicht auch erst ein paar Jahre danach. +++ Die Bilder heute, die gehören wieder einmal in die Kategorie "Verloren geglaubt, dann wieder aufgetaucht": Mit Laura und Lörschi zum Karneval nach Köln – in einem unzurechnungsfähigen Moment dazu breitschlagen lassen. Wir waren, wie hieß das, über die Mitfahrzentrale an einen vergleichsweise jungen Typen namens Dennis geraten, der uns in seinem schwarzen Oberklasse-Mercedes mitnahm und im Unterhemd hinter dem Steuer saß. +++ Laura sah damals aus wie ein Gypsy, und bis dahin, das habe ich vielleicht schon einmal erzählt, hatte ich sie immer für eine Verrückte gehalten. +++ Verrückt im Sinne von verrückt. +++ Los geht es morgen um neun. +++ Laura – ich glaube, das sagte ich schon – arbeitet zurzeit in Berlin und London an ihrem ersten Album: das kommt dann, ich bin mir nicht sicher, im Herbst oder im Spätsommer heraus.

Überschrift inspired by: Ghost Rider © Suicide, 1977
Überschrift also inspired by: Capri-Fischer © Rudi Schuricke, frühe 1950er
Lyrics: Do You Have Fun © The Photos, 1980

Drugs saved my Life / Love Planet 2a/8.

Urbanstraße | Lausitzer Straße © Kai von Kröcher, 1997

Ankerklause | Adalbertstraße © Kai von Kröcher, 1997/1995

Bethaniendamm | Prinzenstraße © Kai von Kröcher, 1996/1997
















































Im Treppenhaus schlagen die Türen, die Luft ist dünn. +++ Auf der Zielgeraden beim Wachwerden heute so beinah schon gegen Mittag: Aus dem Dunkel des Schlafs kommt ein Name verschwommen und nebulös auf mich zu. Ich kann ihn fast schon berühren, doch hören kann ich ihn nicht. Dann ploppt er auf: "Otto Schuricke." +++ Okay, eine ganz kurze Alltagsgeschichte von gestern Abend: Ich riss gerade die erste Dienststunde in der Gaststätte der Herzen herunter. Dann musste ich rüber zu Mustafa – die Zigaretten näherten sich ihrem Ende. Drinnen im Club saßen bereits ein paar Pfeifen Leute, draußen war es noch hell. Okay, Zigaretten gekauft. Als ich zurückging zum Club, kam auf dem Bürgersteig mir ein flanierendes Pärchen entgegen. Die Eheleute Macron (Hammerwitz) oder einfach nur Mutter und Sohn. Er ungefähr so mein Alter, sie dementsprechend, naja, was weiß ich. Untergehakt. Vorm Club verlangsamen sie ihren Schritt. Die ältere Dame (so alt war sie nun auch wieder nicht). Jedenfalls sagt sie verschwörerisch zu ihrem Typen: "Hier giiibt es aber auch S p e l u n k e n...!" Dann bleibt sie kurz stehen, beugt ihren Oberkörper nach vorn und wagt einen Blick hinein durch die offenstehende Tür – dreht sich zurück zu Macron und sagt: "Grau...en...haft." +++ Otto Schuricke? Wieso eigentlich Otto Schuricke?! +++ Beim Graben dann gestern auf einen Katze-Song gestoßen, anscheinend ein Demo. Keine Ahnung, aus welchem Jahr. Vielleicht ursprünglich mal vorgesehen für unseren club49-Jubiläumssampler damals, das weiß ich nicht mehr: Planet Love 2a/8 – die Gesangsharmonien am Anfang, wenn zum ersten Male der Chorus einsetzt. Minki und Klaus, die sich mit einer Kinderorgel verweben! +++ Otto Schuricke: Ich will jetzt nicht googeln, aber wer war das noch mal? Schwarzweißfilm, vielleicht Operette? Komponist, Schauspieler? Tänzer? Dreißiger-, Vierzigerjahre? +++ Was sucht der in meinem Kopf?

Überschrift inspired by: Drugs Saved My Life © Michelle Gurevich, 2016
Überschrift also inspired by: Planet Love 2a/8 © Katze, (?)
Lyrics: Die Tiere sind unruhig © Kante, 2006

London Grammar / Sunken Treasure.

Minki Warhol © Kai von Kröcher, 2011


















Well, I dreamt music, you dreamt land. +++ Hätte es gestern nicht eigentlich heißen müssen: 'Those should not be forgotten years'? Oder ist das egal? +++ Das Foto da oben war mir vor Tagen zufällig grad in die Hände gefallen. Auf einer Festplatte, im Kochtopf versteckt, oben im Küchenregal: Ein schöner, trüber Januartag 2011, Fotosession für Sabine-Sabines Modeblogseite damals. Es war alles bereit zum Aufbruch: Kostümfrau, Maskenbildnerin, ein hochschwangeres Model – und eben der Fotograf. Der ließ dann, das sind so die tragischen Helden, kleinmütig durchsickern, sein Akku sei alle – und das Ladegerät nirgends zu finden. +++ Ich brauch Power für mein' Akku. Keine Power in mein' Akku. Baby, leih mir deinen Lader. Komm, bitte leih mir deinen Lader. +++ Minki lieh mir die digitale Sucherkamera ihres Freundes, und wir machten uns auf den Weg hoch an einen verwilderten Blind-Arm der sagenumwobenen Allee der Kosmonauten. Ich hatte dort eine alte, keine Ahnung, Pförtnerloge einer verlassenen Raketenbasis oder so ausgeguckt, im Niemandsland oben zwischen Marzahn-Hellersdorf und Hohenschönhausen. +++ Für Minkis Digitalkamera war ich leider zu blöd oder zu ungeduldig: Ich stellte alles auf Vollautomatik, die meisten Bilder waren am Ende unscharf. +++ Ex-club49-Barkeeperlegende Minki Warhol, Sängerin und Stylophonistin damals der Lieblingsband Katze: Grüße nach Leipzig! +++ Apropos: Barmann Max Paul Maria geht auf eine ungefähr zwanzig Stationen umfassende Europatournee. Vorprogramm der kanadischen Akustiker von The Dead South. Schon fast alles ausverkauft – morgen ungefähr geht es los in Paris. +++ Laura Guidi am Freitag live solo im Club.


Überschrift inspired by: Big Picture © London Grammar, 2017
Überschrift also inspired by: Sunken Treasure © Wilco, 1996
Lyrics: No More Love Songs © Max Paul Maria, 2016
Bungalow © Bilderbuch, 2017
Franzi, wir wollen, dass du bei uns in der Band mitmachst © Katze, 2010
Lost in Berlin, Baby Blue © Laura Guidi, 2017

Buenos Dias / These should not be forgotten Years.

Frau 2 sucht Happy End © Kai von Kröcher, 1999

















Once I had a dream I was falling from the sky coming down like running water. +++ Okay. +++ Ganz schön grad einen abgefummelt hier an den Bildern: Das Zusammenbasteln allein hat schon gefühlt eine Stunde gedauert, aber egal. +++ What becomes a legend most. +++ Ingeborg jedenfalls, oben rechts auf dem Bild (mit dem dämlichen Hut auf dem Kopf), das muss ich heute mal sagen: Ingeborg hat mich früher immer mit Filmjobs versorgt, das war super. Ingeborg wurde am Muttertag heute vor fünfzig Jahren geboren, und gestern Nacht haben wir reingefeiert, unten in Zehlendorf. +++ Sagt man das so? +++ Ja. +++ Sofort wird der ein oder andere, das weiß ich doch schon wieder genau. Der ein oder andere, da kann man immer die Uhr nach stellen, der sagt jetzt ganz definitiv: "Würg, das ist doch der doofe Ben Becker da oben links auf dem Bild!" Und genau an der Stelle möchte ich widersprechen! +++ Ist ja auch wurscht – kleine Zeitreise. Das Foto links, da muss ich jetzt unbedingt kurz aus meiner Endjugend erzählen. Herbst '99: Ingeborg hatte mir gerade meinen ersten Job als Produktionsfahrer zugeschleust. Der Film, den wir drehten, hieß Frau 2 sucht Happy End – und wurde ein hammermäßiger Flop. +++ Der Dreh selber war super. +++ An jenem Morgen jedenfalls, da oben links auf dem Foto, da drehten wir ziemlich früh auf dem DDR-Rundfunkgelände an der Nalepastraße. Ben hatte ich zu Hause in Mitte abgeholt, und als er sich unterwegs Zigaretten kaufen ging, da entdeckten wir diesen Aufsteller der Bildzeitung da vor dem Kiosk. +++ Wilde Geschichte, das war an der Boxhagener Straße: Wir waren jung, waren frei – Gesetze waren uns fremd. +++ Ben also stand drinnen und kaufte sich Kippen, lenkte den Kioskbesitzer ab – indessen schlich ich vom Auto lautlos über den Bürgersteig wie Chingachgook rüber zum Laden. Und ließ das Teil unerwischt in unserem Kofferraum verschwinden. +++ War eine tolle Zeit, damals: Zeitungskioske hießen noch 'Zeitungskiosk'. +++ Das Foto rechts, mit dem albernen Hut, das war an der Tom-Schilling-Straße vorm Café Moskau in Mitte. +++ Naja, auf jeden Fall: Alles Gute zum Geburtstag!

Überschrift inspired by: "Buenos Dias!" © Ingo Schlösser, 1999
Überschrift also inspired by: Forgotten Years © Midnight Oil, 1990
Lyrics: Thinking of a Place © The War on Drugs, 2017
What Becomes a Legend Most © Lou Reed, 1984
Frau 2 sucht Happy End © Edward Berger (Regie), D 2001
Chingachgook: Der letzte Mohikaner (Roman) © James Fenimore Cooper, 1826

Did the Captain of the Titanic Cry / Frag die richtigen Leute.

München im Juli © Kai von Kröcher, 1998

München im Juli © Kai von Kröcher, 1998

München im Juli © Kai von Kröcher, 1998

München im Juli © Kai von Kröcher, 1998

München im Juli © Kai von Kröcher, 1998

München im Juli © Kai von Kröcher, 1998

München im Juli © Kai von Kröcher, 1998

München im Juli © Kai von Kröcher, 1998

München im Juli © Kai von Kröcher, 1998

München im Juli © Kai von Kröcher, 1998

München im Juli © Kai von Kröcher, 1998




































































































































A tree falls down. +++ Kennen Sie meine Theorie, weshalb ich kein Speed Metal mag? +++ Die Erderwärmung nimmt langsam Fahrt auf – auf den letzten Metern gestern noch schnell einen Infekt eingefangen: Was taugen Südfrüchte? +++ Wenn in hundert Jahren der Letzte hier unten das Licht ausmacht – was wird dann aus meinen Palmöl-Aktien? +++ Interessiert Sie das überhaupt? +++ Einer der Helden der Kindheit ist tot. +++ Wenn die Welt tatsächlich bald untergeht – behalten die Stones-Tickets dann ihre Gültigkeit? +++ Das vorletzte Foto da oben, das ist, glaube ich, irgendwo um die Ecke der Säbener Straße. Ober- und Untergiesing: Ich sitze im Auto wie einer dieser berühmten Privatdetektive und warte auf meine Schwester. Die sieht man dann oben im Rückspiegel, wie sie vom Einkaufen kommt. +++ Grüße nach München! +++ Über Owen Hargreaves müsste man auch unbedingt einmal reden: Der hat ja, das weiß ich von Wikipedia, erst in der Juniorenabteilung des FC Bayern gespielt, dann bei den Amateuren, dann bei den Profis. Kam dann – so 'n bisschen als Notnagel – zu seinem Champions-League-Einsatz gegen Real – und im Finale dann gegen Valencia. Ich weiß noch, wie ich bei einem dieser Spiele vor dem Fernseher saß! +++ Heute Abend Pete Riley im Club, morgen dann Kosta. +++ Sehr gute Fotostrecke heute!


Überschrift inspired by: You Get What You Give © New Radicals, 1998
Überschrift also inspired by: Frag die richtigen Leute © Winson, 2006 
Lyrics: Untouchable © Jacob Bellens, 2016
Albert Geoffrey Bayldon ("Catweazle", *7. Januar 1924 †10. Mai 2017)
Owen Hargreaves (*1981, Calgary/Kanada), 1997 – 2007 Mittelfeldspieler (?) beim FC Bayern München

Alternativste Fakten / Lost in Berlin.

Waterloo Sunset © Kai von Kröcher, 1997

Waterloo Sunset © Kai von Kröcher, 1997

Waterloo Sunset © Kai von Kröcher, 1997

Waterloo Sunset © Kai von Kröcher, 1997

Waterloo Sunset © Kai von Kröcher, 1997

Waterloo Sunset © Kai von Kröcher, 1997

Waterloo Sunset © Kai von Kröcher, 1997

Waterloo Sunset © Kai von Kröcher, 1997


































































































"Du kennst doch den Bienert, diesen Schauspieler? Der hat mich auf 'ne gute Idee gebracht: der hat gesagt, 'n Künstlerlokal müsste man draus machen – so mit Fotos an den Wänden." +++ Okay. +++ Also, irgendwie ließ mir das keine Ruhe. Dass das Oberbaum-Eck drinnen neulich so ganz anders aussah als im Film. Aber gut, in mehr als fünfzig Jahren kann sich einiges verändern. Und die Mampe-Schriftzüge auf den Scheiben waren im Film von innen und außen zu sehen, und auch die Hochbahn. Und doch stimmte die Perspektive nicht, ich kam aber nicht drauf. +++ Ist auch egal. +++ So kalt, wie es immer noch ist – wenn ich jetzt Trump wäre, würde ich genauso die Klimaerwärmung anzweifeln. Aber ich bin ja nicht Trump – und Trump-Witze sind so dermaßen Ende '16, dermaßen Anfang '17, dafür müsste man gleich eine Backpfeife bekommen! +++ Eh bin ich mir etwas zu moralisierend in letzter Zeit, das ist lästig. +++ Dabei will man doch lässig sein. +++ Die Fotos oben, das ist jetzt mal ein Bilderrätsel, eine harte Nuss: War der 17. November 1997 zwischen 16:00 - 17:00 Uhr. Ein beliebiger Tag in Berlin, aber ganz tolles Licht. Das war mal einfach so eine Idee: Einen Ort 36mal vom selben Standpunkt aus fotografieren, dafür brauchte man ein Stativ. Sechsunddreißig ist als Zahl vorgegeben durch die Anzahl der Bilder auf einem Kleinbildfilm, weil, sonst beim Filmwechsel würde man mit ziemlicher Sicherheit die Perspektive verrücken. Und aus all diesen Bilder wollte ich dann eine Art Puzzle zusammensetzen, wenn man versteht, was ich meine. Großes Projekt – hab ich am Ende natürlich niemals zu Ende geführt... +++ Also die einzelnen Bilder zerschneiden, dann die Teile vermischen – und dann aus verschiedenen Einzelteilen wieder ein Ganzes entstehen lassen. +++ Das versteht jetzt kein Mensch. +++ Ich habe mir Zwei unter Millionen gestern dann noch einmal angeschaut – und irgendwann kam ich dahinter: Die Außenaufnahmen, das war ja schon klar, das ist natürlich das heutige Oberbaum-Eck. Die Innenaufnahmen aber müssen in einer Gaststätte Skalitzer Ecke Wrangel gemacht worden sein, und zwar im Prinzip genau da, wo mal die Bar war, die einfach nur Bar hieß – bloß auf der gegenüberliegenden Straßenseite, also mehr Richtung Görlitzer Bahnhof, an der südwestlichen Seite der Kreuzung. +++ Weiß gar nicht, was da jetzt eigentlich ist. +++ Nächste Woche Freitag übrigens wird Laura Guidi bei uns ein kleines Solokonzert geben, das haben wir spontan so beschlossen. +++ "Hallo, hier ist wieder Jürgen Klopp!" +++ Dass die Bildausschnitte oben nicht hundert Prozent identisch sind, liegt übrigens an meinen Scanner, nicht am Stativ.

Überschrift inspired by: Alternativ Facts © Kellyanne Conway, 2017
Überschrift also inspired by: Lost in Berlin, Baby Blue © Laura Guidi, 2017
Bildunterschrift: Waterloo Sunset © The Kinks, 1967
Film-Zitat: Kalle Kempert (Hardy Krüger) in: Zwei unter Millionen, BRD 1961

Humor im Plattenbau / Zwei unter Millionen.

Zwei unter Millionen (Bildschirmfoto), D 1961

Abendspaziergang © Kai von Kröcher, 2017




























Der Protagonist des Dramas "Hummer im Plattenbau" schildert eine Episode aus dem Leben eines orientierungslos gewordenen Mannes, der sich von zufälligen Begegnungen treiben lässt, vielleicht in der Hoffnung, dass sich durch diese neue Wege aufzeigen könnten, die für ihn wieder interessant zu verfolgen wären, in seinem doch zur Zeit langweiligen, ziellosen Leben Tag für Tag ... +++ Das Farbfoto (oben) machte ich letzten Sonnabend nach dem Spiel Hertha BSC gegen Leipzig – nachmittags war ich im Oberbaum-Eck eingekehrt, wo gerade der Fernseher lief und hinter dem Tresen ein französischer Punker mit einem netten Gesicht um die Augen Bier im Akkord zapfte: a) bin ich nach wie vor interessiert an den Preisen der anderen Szene-Gaststätten der Herzen, b) fand ich Fußballschauen eine spontan gute Idee, c) lag die Kneipe – die ich d) bislang nur von außen kannte – im schönsten Licht der Spätnachmittagssonne, das ja zurzeit relativ kostbar scheint. +++ Versteht man das Wortspiel? +++ Und e) war ich vor einer Zeit auf einen Schwarzweißfilm gestoßen mit Hardy Krüger. Das wird jetzt wieder eine lange Geschichte. +++ Kurz zu dem Film: Der wurde gedreht in den Monaten "vor der Mauer", also vor deren Bau '61. Krüger und Walter Giller spielen zwei Ostberliner, die irgendwie auf dem Großmarkt oder so arbeiten. Krüger hat abends allerdings noch einen zweiten Job, drüben im Westen – als Kellner am Schlesischen Tor. Eine kleine Geschichte vom einfachen Traum eines einfachen Mannes. Sehenswert schon allein für die Bilder! +++ Liebe (in Form einer Frau) kommt natürlich auch mit ins Spiel – und Walter Giller will sein Bier immer gern mit dem Schaum unten. +++ Ein alter Kovac-Spruch übrigens: "Ein Hefe bitte, Schaum unten!" +++ Was wollt' ich jetzt sagen, ach so, und die Kneipe, das Zentrum des Films sozusagen, ist keine geringere als das heutige Oberbaum-Eck, auch wenn man es innen natürlich nicht wiedererkennt. Ein Juwel. Im Film (und in echt damals wahrscheinlich auch) heißt oder hieß es Zur stillen Einkehr. Der nette französische Punker wird gespielt von Joseph Offenbach, an den man sich gern aus den Unverbesserlichen mit Inge Meysel erinnert. +++ Lange Rede, kurzer Sinn. +++ Das Café Achteck auf dem Bild, der heutige Burgermeister, ist im Film damals noch Pissoir. +++ Was ich eigentlich sagen wollte: Auf einen Facebook-Kommentar hin von Waslawska-Regisseur Ralph Meiling heute habe ich mir kurz noch einmal die Geschichte mit dem Mädchen im Plattenbau angeschaut. Tatsächlich ein Meilenstein, das muss ich hier neidlos zugeben. Hammer, im wahrsten Sinne schon wieder. Die Kommentare dazu sind ebenfalls lesenswert: Marzahn calling / Desperately seeking Daisy. +++ Früher war alles besser, außer natürlich für Dieter... 

Überschrift inspired by: Marzahn calling (Blogpost) © Kai von Kröcher, 2010
Überschrift also inspired by: Zwei unter Millionen (mit H. Krüger, W. Giller, Loni von Friedl), D 1961
Text-Zitat oben: Kommentar zu Marzahn Calling © Anonym, 2010
Oberbaum-Eck | Bevernstraße 5 | Berlin
Die Unverbesserlichen (Fernsehserie mit Inge Meysel) © NDR, D 1965 – 1971
Waslawska © Ralph Meiling (Regie), D/F 1999/2008
 
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